Über mich

Copyright Raum11/Jan Zappner

Ort und Zeit bilden den Rahmen menschlichen Seins und Tuns. Ich bin 1968 im östlichen Niedersachsen geboren, unweit der innerdeutschen Grenze. Und ich bin dort, in Salzgitter, in eine Epoche hineingewachsen, die vom Kalten Krieg und seinem Ende geprägt war. Als Lech Wałęsa 1980 in Polen den August-Aufstand entfesselte und die Solidarność gründete, wechselte ich gerade aufs Gymnasium. Und als Michail Gorbatschow einige Jahre später in der Sowjetunion seine Perestroika durchsetzte, kämpfte ich mich durchs Abitur. Als schließlich die Mauer fiel, hatte ich soeben mein Studium der Osteuropäischen Geschichte und der Slawistik in Kiel aufgenommen.

Der Blick, der jahrelang vom Eisernen Vorhang versperrt gewesen war, richtete sich wie von selbst gen Osten. Reisen nach Russland, Polen und Tschechien, ins Baltikum und in die Ukraine fachten die Neugier an. 1994 studierte ich sieben Monate lang im sibirischen Irkutsk. Nach dem Examen unterrichtete ich an der Universität Posen anderthalb Jahre lang polnische Germanisten.

Treffen mit einer Legende:

Treffen mit einer polnischen Legende: Lech Wałęsą wollte nach einem Interview zur Geschichte der Solidarność zum Zeichen der Ost-West-Solidarität unbedingt einschlagen. (Foto: Marek Kaczmar)

Die Sprachen, besonders das Russische und das Polnische, schlugen mich früh in ihren Bann. Ganz zu schweigen von der Literatur Osteuropas: Puschkin und Dostojewski, Tschechow und Bulgakow, Kundera, Andrić, Nałkowska und Andrzejewski, Chwin und Huelle, Zhadan und Andruchowytsch und, und, und…

Kein Wunder also, dass ich mich als Journalist dem Themenkontinent Osteuropa verschrieben habe. Seit dem Jahr 2000 habe ich als Nachrichtenredakteur für norddeutsche Tageszeitungen gearbeitet. Im Sommer 2010 wagte ich schließlich den Wechsel nach Warschau, um von dieser Basisstation aus vier Jahre lang als Osteuropa-Korrespondent zu berichten. Seit 2014 arbeite ich als freiberuflicher Journalist und Autor in Berlin. Ab dem kommenden Herbst werde ich auch wieder mit einem Büro in Warschau vertreten sein. Den Osten Europas habe ich aber ohnehin stets im Blick diesen Subkontinent, in dem es fast immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Viel Spaß!

Autorenfoto zum Download:

Ulrich Krökel (Fotos/2: Jan Zappner)

Ulrich Krökel (Fotos/2: Jan Zappner)

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Mitgliedschaften:
n-ost — Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
DJV — Deutscher Journalistenverband

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