Das Schweigen der Händler

Wie es um Verhandlungen steht, ist oft am beredten Schweigen der Beteiligten abzulesen. Das gilt derzeit nicht nur für die Regierungsblildung in Berlin, sondern auch für die Beziehungen zwischen der Ukraine und der EU. Im November soll ein Assoziierungsabkommen unterzeichnet werden. Beide Seiten wollen das. Allerdings stellt Brüssel Bedingungen. Zunächst muss Kiew demokratische und rechtsstaatliche Reformen einleiten. Mehr lesen

Ich bekenne mich schuldig

Die Empörung über das Urteil gegen den kremlkritischen Blogger Alexei Nawalny ist im Westen groß. Der Schuldspruch hat endgültig ein System demaskiert und diskreditiert, mit dem die EU und die USA seit Jahren eine sogenannte strategische Partnerschaft pflegen. Es ist höchste Zeit umzudenken. Auch bei Kommentatoren, die bislang immer wieder einmal mildernde Umstände für Putin geltend gemacht haben. Mehr lesen

Ein Blick von außen

Korrespondenten, die von einem Medium in ein Berichtsgebiet entsandt werden, bleiben in aller Regel drei bis fünf Jahre am Ort des Geschehens. Ähnlich ist es im diplomatischen Dienst. Sinn und Zweck der Rotation ist, dass Journalisten und Botschafter eine Region zwar gut kennenlernen sollen. Sie sollen aber auch nicht mit „ihrem” Land verwachsen, sondern Distanz und einen frischen Blick von außen wahren. Mehr lesen

Ukraine-PR: „Wir übernehmen die Kosten“

Die Regierung des ukrainischen Präsidenten Janukowitsch steht im Westen in keinem guten Ruf. Das soll sich ändern. Zu diesem Zweck betreibt das European Centre for a Modern Ukraine Lobbyarbeit in Brüssel. Seit Neuestem haben die PR-Strategen auch mich im Visier. Eines muss man ihnen lassen: Sie geben sich großzügig. Mehr lesen

Weniger ist mehr (Teil 5 und Schluss): Ich glaube, es piept

Wer mit dem Auto die Oderbrücke bei Frankfurt überquert, merkt von der deutsch-polnischen Grenze nicht mehr viel. Kurz abbremsen, ein Seitenblick auf das Schild mit den Verkehrsregeln im anderen Land – das war’s. Fast. Denn dann piept es. Zumindest bei mir. Mehr lesen

Tatort Klischee: Die bösen Buben aus dem Osten

Moritz Eisner braucht nur ein Wort, um die Verhältnisse zu klären: „Russisch?“, fragt der Wiener Kommissar. „Nein, Georgisch“, antwortet der Mörder. Aber das ist im Grunde auch schon egal. Russland? Georgien? Hauptsache Osten. Der Killer hatte im Kaukasus ein Labor für Pharma-Experimente an Menschen eingerichtet und die Patienten dabei dutzendweise krepieren lassen. Mehr lesen