Über mich

Copyright Raum11/Jan Zappner

Ort und Zeit bilden den Rahmen menschlichen Seins und Tuns. Ich bin 1968 im östlichen Niedersachsen geboren, unweit der innerdeutschen Grenze. Und ich bin dort, in Salzgitter, in eine Epoche hineingewachsen, die vom Kalten Krieg und seinem Ende geprägt war. Als Michail Gorbatschow Ende der 80er Jahre seine Politik von Perestroika und Glasnost entfesselte, kämpfte ich mich durchs Abitur. Und als die Mauer fiel, hatte ich soeben mein Studium der Osteuropäischen Geschichte und der Slawistik in Kiel aufgenommen.

Hans-Henning Grimmlings "Mauerbild" aus dem Jahr 1983 lässt die Fluchtfantasien des sächsischen Malers erahnen. Doch auch ich im Westen wollte wissen, was sich hinter dem Eisernen Vorhang verbirgt.

Hans-Henning Grimmlings „Mauerbild“ aus dem Jahr 1983 lässt die Fluchtfantasien des sächsischen Malers erahnen. Doch auch ich im Westen wollte damals wissen, was sich auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs verbarg. (Foto: Grimmling)

Der Blick, der jahrelang vom Eisernen Vorhang versperrt gewesen war, richtete sich wie von selbst gen Osten. Reisen nach Russland, Polen und Tschechien, ins Baltikum und in die Ukraine fachten die Neugier an. 1994 studierte ich sieben Monate lang im sibirischen Irkutsk. Nach dem Examen unterrichtete ich an der Universität Posen anderthalb Jahre lang polnische Germanisten.

Die Sprachen, besonders das Russische und das Polnische, schlugen mich früh in ihren Bann. Ganz zu schweigen von der Literatur Osteuropas: Puschkin und Dostojewski, Tschechow und Bulgakow, Kundera, Andrić, Nałkowska und Andrzejewski, Chwin und Huelle, Zhadan und Andruchowytsch und, und, und…

Kein Wunder also, dass ich mich als Journalist dem Themenkontinent Osteuropa verschrieben habe. Seit dem Jahr 2000 habe ich als Nachrichtenredakteur für norddeutsche Tageszeitungen gearbeitet. Im Sommer 2010 wagte ich schließlich den Wechsel nach Warschau, um von dieser Basisstation aus als Osteuropa-Korrespondent zu berichten. Es war eine ebenso spannende und begeisternde wie kräftezehrende Zeit, an die ich 2014/15 ein Sabbatjahr angeschlossen habe. Doch nun, im Spätsommer 2015, bin ich wieder auf dem Sprung in den Osten, um in diesem Subkontinent Neues zu entdecken. Ich möchte wieder und weiterhin das, was mich fasziniert, meinen Lesern mit professioneller Distanz vermitteln.

Viel Spaß!

Autorenfoto zum Download:

Ulrich Krökel (Fotos/2: Jan Zappner)

Ulrich Krökel (Fotos/2: Jan Zappner)

Ko-Autor des Marco-Polo-Reiseführers Warschau. Werfen Sie einen Blick ins Buch!

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n-ost — Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
DJV — Deutscher Journalistenverband

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