Kleine Verhältnisse, große Freude in Polen: Dominik und seine Mutter Elzbieta. (Foto: Gdesz)

Ein polnisches Panorama

Seit vier Jahren fallen meine Blicke aus meinem Warschauer Bürofenster auf ein Stück polnische Wirklichkeit. Unten führt eine ruhige Wohnstraße vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite breitet sich ein Parkplatz aus, eingefasst von Linden, Ebereschen und einem Maschendrahtzaun. Jenseits des Parkplatzes lugen zwischen den Bäumen Grabsteine hervor, viele davon in Kreuzform. In der dunklen Jahreszeit, wenn sich das Laub löst und den Blick freigibt, schicken von dem Totenfeld oft Hunderte Kerzen ihr mildes Licht herüber. Mehr lesen

Im Kleinen das wirklich Große

Barack Obama hat am Mittwoch in Warschau eine große Rede gehalten und damit große Gefühle ausgelöst. Der US-Präsident widmete sich den existenziellen Fragen, den historischen Dimensionen, den Grundwerten der westlichen Völkergemeinschaft. Er hat auch mich beeindruckt und überzeugt. Doch dann sind da wieder die kleinen, oft hässlichen Dinge des Alltags. Zum Beispiel in der Ukraine. Mehr lesen

Rendezvous mit der Geschichte

US-Präsident Brack Obama hat in Polen das Ende des Kalten Krieges vor 25 Jahren gefeiert. In einer großen Rede deklinierte er die Grundwerte der westlichen Staatengemeinschaft durch – und drohte Russland inmitten der Ukraine-Krise mit militärischen Maßnahmen. Mehr lesen

Ein Ritter ohne Heldengeschichte

Petro Poroschenko möchte ukrainischer Präsident werden. In den Umfragen liegt der Oligarch und Schokoladenzar klar vorn. Doch für einen echten Neuanfang in der Ukraine steht der 48-Jährige nicht. Wer ihm übel wollte, könnte ihn als notorischen politischen Wendehals bezeichnen. Mehr lesen

Die ewig Unvollendete

Vor zehn Jahren, am 1. Mai 2004, nahm die EU zehn neue Mitglieder auf. Darunter waren außer den Mittelmeerinseln Malta und Zypern acht ehemalige Ostblockstaaten. Heute sagt der polnische Ministerpräsident Donald Tusk: „Der EU-Beitritt war eines der wichtigsten Daten unserer Geschichte.“ Das aber gilt auch für die Länder Westeuropas. Ein Kommentar. Mehr lesen

Orbans Triumphzug im Schatten der Krim-Krise

Ungarns rechtspopulistischer Regierungschef steht vor der Wiederwahl. Mit Attacken auf die EU punktet Viktor Orban, während er in der Realität Geschäfte mit Russland macht. Fürchten muss der Premier höchstens die rassistische Jobbik-Partei. Die zerstrittene linksliberale Opposition gibt ein trauriges Bild ab. Mehr lesen

Aus den schönsten Träumen gerissen

Zu Wochenbeginn raubte mir die Feuerwehr den Schlaf. Nachts um halb zwei drückte der Einsatzleiter alle Klingelknöpfe an unserer Haustür. Völlig verdattert standen meine Nachbarn und ich im Treppenhaus und später auf der finsteren Straße, durch die gespenstisch das Blaulicht zuckte. Am Ende entpuppte sich alles als Fehlalarm. Mir stellte sich nur noch die Frage: Sollte ich mich über das ausgebliebene Feuer freuen oder über die Ruhestörung ärgern? So oder so ähnlich dürfte sich in diesen Tagen Jaroslaw Kaczynski fühlen. Mehr lesen

Putins Ukraine-Politik: Gewalt bleibt Gewalt

Viel ist dieser Tage über die wahren Motive von Wladimir Putin in der Ukraine-Krise gerätselt worden. Warum riskiert der Kremlchef wegen der Krim eine Konfrontation mit dem Westen, deren Ende nicht abzusehen ist? Gestern nun redete der Kreml-Chef Tacheles. Mehr lesen