Aktionen statt Ambitionen

Heute beginnt im Warschauer Nationalstadion der 19. Weltklimagipfel. Die Erwartungen an echte Ergebnisse sind gering. Unterdessen tobt in Südostasien ein Taifun, der Tausende Menschenleben fordert. Schon machen einmal mehr Warnungen vor dem Weltuntergang die Runde. Tanzt der Warschauer Kongress auf dem Vulkan? Ein Kommentar. Mehr lesen

„Freiheit verpflichtet“

Es ist ein Friedensgipfel der besonderen Art. Fast 20 Nobelpreisträger haben sich in Warschau versammelt, um über eine globale Politikagenda zu debattieren und „in Solidarität für den Frieden zu handeln“. Nur einer fehlt: Michail Gorbatschow, der Initiator, ist kurzfristig erkrankt. Mehr lesen

Reise nach Jerusalem

Die britische Sängerin Tanita Tikaram ist nach ihren großen Erfolgen Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre ein wenig in Vergessenheit geraten. Einen Namen aber hat sie immer noch, und der zieht auch in Polen. Am Mittwoch war ich bei einem Tikaram-Konzert im Warschauer Klub „Palladium“. Der Saal im Palladium bietet vielleicht 300, 400 Besuchern Platz. Sitzplatz, um genau zu sein. Mehr lesen

Ein Gipfel der Friedfertigen

Michail Gorbatschow und der Dalai Lama sind bei Lech Walesa zu Gast: In Warschau versammeln sich Nobelpreisträger aus drei Jahrzehnten. Sie wollen über „Solidarität und Versöhnung“ debattieren und unter der Überschrift „No more wars“ das Ende aller Kriege auf der Welt fordern. Mehr lesen

Stellvertreterkrieg in Warschau

Polens Premierminister Donald Tusk bleibt unter Dauerbeschuss. Die Opposition will seine Vertraute Hanna Gronkiewicz-Waltz per Referendum aus dem Oberbürgermeisteramt in Warschau jagen. Wie es ausgeht, hängt voraussichtlich von der Beteiligung ab. Tusk ruft deshalb kaum verhüllt und wenig demokratisch zum Boykott der Abstimmung auf. Mehr lesen

Ein Blick von außen

Korrespondenten, die von einem Medium in ein Berichtsgebiet entsandt werden, bleiben in aller Regel drei bis fünf Jahre am Ort des Geschehens. Ähnlich ist es im diplomatischen Dienst. Sinn und Zweck der Rotation ist, dass Journalisten und Botschafter eine Region zwar gut kennenlernen sollen. Sie sollen aber auch nicht mit „ihrem” Land verwachsen, sondern Distanz und einen frischen Blick von außen wahren. Mehr lesen

Antisemitismus: Polens Parallelwelten

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besucht Polen. Er reist in ein Land, das noch immer auf der Suche nach seinem historischen Selbstverständnis ist. Gerade in der Frage des Antisemitismus zeichnen Linke und Rechte die Lage allzu oft in Schwarz-Weiß-Bildern. Die Wirklichkeit ist wie so oft eher grau. Mehr lesen

Brücken über dem Abgrund der Geschichte

Vor 70 Jahren brach der Warschauer Ghetto-Aufstand aus. Ein Besuch an den Baustellen der Erinnerung hinterlässt zwiespältige Eindrücke. Die letzten Zeitzeugen sterben allmählich aus, und der Versuch, die Geschichte an Gedenkstätten und in Museen wachzuhalten, stößt an Grenzen. Mehr lesen