Kleine Verhältnisse, große Freude in Polen: Dominik und seine Mutter Elzbieta. (Foto: Gdesz)

Ein polnisches Panorama

Seit vier Jahren fallen meine Blicke aus meinem Warschauer Bürofenster auf ein Stück polnische Wirklichkeit. Unten führt eine ruhige Wohnstraße vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite breitet sich ein Parkplatz aus, eingefasst von Linden, Ebereschen und einem Maschendrahtzaun. Jenseits des Parkplatzes lugen zwischen den Bäumen Grabsteine hervor, viele davon in Kreuzform. In der dunklen Jahreszeit, wenn sich das Laub löst und den Blick freigibt, schicken von dem Totenfeld oft Hunderte Kerzen ihr mildes Licht herüber. Mehr lesen

Ein Blick von außen

Korrespondenten, die von einem Medium in ein Berichtsgebiet entsandt werden, bleiben in aller Regel drei bis fünf Jahre am Ort des Geschehens. Ähnlich ist es im diplomatischen Dienst. Sinn und Zweck der Rotation ist, dass Journalisten und Botschafter eine Region zwar gut kennenlernen sollen. Sie sollen aber auch nicht mit „ihrem” Land verwachsen, sondern Distanz und einen frischen Blick von außen wahren. Mehr lesen

Weniger ist mehr (Teil 5 und Schluss): Ich glaube, es piept

Wer mit dem Auto die Oderbrücke bei Frankfurt überquert, merkt von der deutsch-polnischen Grenze nicht mehr viel. Kurz abbremsen, ein Seitenblick auf das Schild mit den Verkehrsregeln im anderen Land – das war’s. Fast. Denn dann piept es. Zumindest bei mir. Mehr lesen

Verbrecherjagd und Völkerfreundschaft

Vor fünf Jahren, am 21. Dezember 2007, traten acht mittel- und osteuropäische EU-Staaten dem Schengen-Abkommen bei. Seither gibt es an den EU-Binnengrenzen zwischen Tallinn und Lissabon keine Personenkontrollen mehr. Auch an der Oder fließt der Verkehr zwischen Deutschland und Polen ungehindert. Doch die neue Freiheit hat auch ihre Schattenseiten. Die Kriminalität hat zugenommen. Ein Besuch bei deutschen und polnischen Polizisten an der Odergrenze. Mehr lesen