Mahnmal für die Helden des Warschauer Ghettos. (Foto: Jüdisches Museum)

„Sind Sie beschnitten wie die Juden?“

Die Debatte um den Antisemitismus in Polen kocht weiter auf höchster Flamme. Nach der Debatte um den ZDF-Film „Unsere Mütter, unsere Väter“ tobt die Schlacht nun an zwei anderen Fronten. Der Sejm hat ein Schächtverbot besiegelt, das die Gemüter von Juden im In- und Ausland erhitzt. Polens Oberrabbiner erwägt den Rücktritt. Fast zeitgleich musste auf bischöfliche Weisung ein Pfarrer seine Gemeinde bei Warschau verlassen, der sich für den katholisch-jüdischen Dialog und die Aufarbeitung antijüdischer Pogrome stark gemacht hat. Mehr lesen

Antisemitismus: Polens Parallelwelten

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu besucht Polen. Er reist in ein Land, das noch immer auf der Suche nach seinem historischen Selbstverständnis ist. Gerade in der Frage des Antisemitismus zeichnen Linke und Rechte die Lage allzu oft in Schwarz-Weiß-Bildern. Die Wirklichkeit ist wie so oft eher grau. Mehr lesen

Den Anfängen wehren

Der Jüdische Weltkongress tagt in Budapest. Die Organisation will ein Zeichen gegen wachsenden Antisemitismus im Land des rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban setzen. Wie zur Bestätigung demonstrierten vor Kongressbeginn mehrere Hundert Neonazis im Herzen der ungarischen Hauptstadt und hetzten gegen „jüdische Geldgier“ und den „Völkermord Israls an den Palästinensern“. Ein Kommentar. Mehr lesen

Die Lemberger Antisemitismus-Lüge

„Der Holocaust ist hier noch nicht zu Ende.“ Westliche Medien beschuldigen die westukrainische Stadt Lemberg, Austragungsort der Fußball-EM 2012, eine Synagoge zu zerstören, um ein Fan-Hotel zu bauen. Das jüdische Erbe werde auf dem Altar des Kommerzes geopfert. Doch die Ankläger verstricken sich in ein Geflecht aus Halbwahrheiten und Falschmeldungen. Mehr lesen