Prag115

Stinkefinger-Stimmung im Wahlkampf

In Tschechien breiten sich Polit-Chaos und Bürgerfrust aus. Populisten und Protestparteien sind auf dem Vormarsch. Die vorgezogene Parlamentswahl an diesem Freitag und Samstag könnte deshalb die autoritären Tendenzen im Land verstärken. Präsident Milos Zeman steht in den Startlöchern. Mehr lesen

„Babišconi“ mischt den tschechischen Wahlkampf auf

An der Moldau fordert ein Milliardär und Medienmogul die etablierten Parteien heraus. Andrej Babiš ist mit seiner „Bewegung unzufriedener Bürger“ in den Umfragen bereits auf Platz zwei gestürmt. Was der 59-Jährige und seine Partei politisch wollen, ist allerdings unklar. Am Ende könnte der zunehmend autoritär auftretende Präsident Miloš Zeman profitieren. Mehr lesen

Provokateur a.D.

Wachwechsel auf der Prager Burg: Tschechiens umstrittener Präsident Vaclav Klaus scheidet aus dem Amt. Kurz vor Toreschluss muss sich der 71-Jährige noch gegen eine Anklage wegen Hochverrats wehren. Auf der Burg übernimmt Linkspopulist Milos Zeman das Kommando. Viele EU-Politiker sind erleichtert. Mehr lesen

Duell mit offenem Visier

Ein Streit über die Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg heizt den Präsidenten-Wahlkampf in Tschechien an. Dort entscheidet sich am Freitag und Samstag in einer Stichwahl, ob der wertkonservative Außenminister Karel Fürst zu Schwarzenberg oder der linkspopulistische Ex-Ministerpräsident Milos Zeman auf der Prager Burg Einzug hält. Mehr lesen

Die Tschechen wählen Europa und das Charisma

Zwei erfahrene Haudegen der tschechischen Politik kämpfen um das Präsidentenamt in Prag. Der konservativ-aristokratische Fürst Karel zu Schwarzenberg (75) und der linke Querdenker Milos Zeman (68) erzielten in der ersten Runde die meisten Stimmen und stehen sich Ende Januar in einer Stichwahl gegenüber. Mehr lesen

Statistik-Fan schlägt tätowierten Professor

Bei der Präsidentenwahl in Tschechien tritt am Freitag und Samstag ein buntes Feld an Bewerbern an. Mit dabei sind ein Kunstprofessor, den ein Ganzkörper-Tattoo ziert, und ein gefürsteter Graf. Favorit aber ist ausgerechnet der „Langweiler“ Jan Fischer, der einst das Zentrale Statistikamt leitete. Mehr lesen